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Buch- und Filmtipps zur Philosophie des Yoga

sowie allgemein zur Bewusstseinsbildung



Yoga-Literatur besteht nicht nur aus Übungsanleitungen zu den Körperübungen des Yoga, zu den sog. āsana.

Yoga-Literatur kann auch praktische Aspekte des Lebens vermitteln, die für die seelische Entwicklung des Menschen wertvoll sind. Dafür eignen sich z.B. Sachbücher und Biografien von herausragenden Persönlichkeiten, herausragend in Hinblick auf positive Charaktereigen-schaften.

Im folgenden finden Sie einzelne Empfehlungen.



Haben oder Sein  
von Erich Fromm, DTV

Dieses Buch gilt als eines der „bedeutendsten Werke des Autors, da es Gedankengänge früherer Werke bewusst anschaulich und prägnant resümiert“ (dtv). Erich Fromm gibt dem Leser die Möglichkeit, die moderne westliche Industriegesellschaft in Hinblick auf ihre Entwicklungen zu reflektieren und lässt den Wunsch nach innerem Fortschritt wachsen. Fromm's Ansatz zur Überwindung  sozialer und ökonomischer Krisen ist die Entwicklung des Lebensstils vom Haben zum Sein, für den Einzelnen und für die Gesellschaft. Mit Blick auf westliche Philosophen und weitere Weisheitsschriften verdeutlicht das Buch für verschiedene Bereiche die Lebensform des „Seins“.

Für den Yoga-Interessierten kann Fromm's Werk wie eine zeitaktuelle, moderne Interpretation des indischen Sloka  Asato Ma Sat Gamaya  (Vom Nicht-Sein führe mich zum Sein) wirken. Damit ist es auch allen empfohlen, die heute über Work-Life-Balance und Resilienz nachdenken.




Die Kunst des Liebens
von Erich Fromm, veröffentlicht 1956, dtv

„Ist Lieben eine Kunst? Wenn es so ist, wird von dem, der diese Kunst beherrschen will, verlangt, dass er etwas weiß und dass er keine Mühe scheut. Oder ist die Liebe nur eine angenehme Empfindung, die man rein zufällig erfährt, etwas, das einem sozusagen „in den Schoß fällt“, wenn man Glück hat? Dieses kleine Buch geht davon aus, dass Lieben eine Kunst ist, obwohl die meisten Menschen heute zweifellos das Letztere annehmen. ...“  E. Fromm

Der Leser nimmt durch das gesamte Buch hinweg teil an Fromms Interesse am Gegenüber, an seinem eigenaktiven Wahrnehmen und an dem großen Menschenbild, von dem Fromm offenbar ausgeht. Das Interesse bezieht sich bei Fromm weniger auf äußere Gemütsregungen bzw. Stimmungen des anderen Menschen, auf ablenkende Konsumbedürfnisse oder ein dem Zeitgeist entsprechendem Nutzdenken. Fromms Interesse gilt den innersten seelischen Bedürfnissen, die dem heutigen Bürger meist erst durch viel Mühe und Zeit ins Bewusstsein kommen.
Der Autor beschreibt vielseitig Liebe als In-Beziehung-Sein oder treffender noch als ständig neues In-Beziehung-Treten. Es steht der Schaffensprozess im Vordergrund, der ein konkretes, thematisches und immer wieder neues inneres Zugehen auf das Gegenüber notwendig macht.  





Bhagavad Gītā
von Sri Aurobindo; Verlag Hinder + Deelmann


Die Bhagavad Gītā zählt zu den bedeutendsten Schriften indischer Spiritualität. In den Versen erläutert die Gottheit Sri Krishna dem Krieger Arjuna tiefe Einsichten in das Zusammenspiel von irdischem Handeln und geistigen Gesetzmäßigkeiten. Das Geschehen reicht etwa 5000 Jahre zurück, ist aber für unsere Zeit erstaunlich aktuell.
Sri Aurobindo, der Begründer eines integralen Yoga im letzten Jahrhundert, hat die Bhagavad Gītā zeitgemäß übersetzt, ohne sie zu kommentieren. Dadurch bleibt der Text künstlerisch und essenziell.






Indisch vegetarisch
Kochbuch von Sushila Issar und Mrinal Kopecky, Hädecke Verlag

Wenn Sie gerne auch vegetarisch essen, bietet die indische Küche hervorragende Möglichkeiten. Egal ob Sie eine Hauptspeise, eine Zwischenmahlzeit oder ein erfrischendes Getränk zubereiten wollen: Hier werden Sie fündig an anregenden und vielfältigen Rezepten.

Eine Besonderheit ist, dass die Mahlzeiten der Verdauung sehr entgegenkommen und eine Freude für die Sinne anregen. Das hat mit der Vielzahl der Gewürze zu tun und mit der Zubereitung an sich. Die Gewürze werden in der Regel vorab leicht angebraten, was eine Art Aufschließen bewirkt.

Lassen Sie sich durch die Gewürzvielfalt oder durch andere exotisch anmutende Zutaten nicht abschrecken: Mit Gelbwurz (Kurkuma), Kreuzkümmel (Cumin), Kardamom, Ingwer, evtl. ein wenig Chili und Gewürzen die Sie auch aus Rezepten der heimischen Küche kennen wie Fenchel, Muskatnuss, Nelken, Pfeffer, Lorbeerblätter, Koriander und Zimt können Sie viele Rezepte ausprobieren. Den indischen Käse, den Paneer, kann man z.B. durch Schafskäse ersetzen.

Mit vielen praktischen Ausführungen und der reichhaltigen Bebilderung führen die beiden Autorinnen einerseits die Rezepte, andererseits Einblicke in den indischen Alltag nahe. Die Darstellungen und Anleitungen tragen weniger zu einseitiger Emotionalität in Form von Sinnlichkeit bei, sondern im Gegenteil zu Sinneswahrnehmung und konkretem Denken.






Gandhi  
von Heimo Rau, rororo Verlag, Biografie

Wenn man sich über das reichhaltige Leben von Mahatma Gandhi relativ kurz informieren will, ist diese Lektüre empfehlenswert. Auf empfindungsvolle Weise schildert der Autor das Leben von Mohandas K. Gandhi, der mit zunehmender Berühmtheit von seinen Landsleuten den Ehrentitel ‚Mahatma’, was soviel wie ‚große Seele’ bedeutet, erhielt.

Die Stationen seines Lebens als Rechtsanwalt und später als politischer und geistiger Führer der indischen Unabhängigkeitsbewegung sind eindrücklich dargestellt und durch zahlreiche autobiografische Aussagen und einem reichhaltigen Bildmaterial unterlegt. Gandhis tägliches Ringen um seine „Experimente mit der Wahrheit“, wie er seine Autobiografie genannt hatte, kommt in vielen alltäglichen Situationen zum Ausdruck.

 
Auch der Spielfilm Gandhi  von Richard Attenborough aus dem Jahr 1982 ist hervorragend geeignet, um sich dem inneren Anliegen Gandhis anzunähern.





Platon
von Uwe Neumann, rororo Verlag, Monografie

Der berühmte Philosoph Platon – der unbeachtete Platon. Nur Wenigen ist der Ausgangspunkt seines Werkes bewusst: Die Seele des Menschen ist unsterblich und entwickelt sich durch viele Erdenleben hindurch zu ihrer Vollkommenheit.
Davon ausgehend hat Platon weitere Fragen entwickelt: Wie kann sich der Mensch zu Lebzeiten an seine Teilhabe an der geistigen Welt „erinnern“? Welchen Bezug, welche Bedeutung hat der Mensch in seiner Stellung zwischen schöpferischer, geistiger Welt und sinnlich erfahrbarer Welt? Welche Aufgaben, welche Verantwortlicheiten erwachsen ihm hieraus für die praktische Lebensführung? Was ist „die Idee des Guten“ im Gegensatz bzw. genauer gesagt in Erweiterung zu einer herkömmlichen Auffassung des sog. Guten?

Für jeden, der sich eigenständig über Freiheit und Verantwortung Gedanken macht, ist die Lektüre Platons eine Offenbarung. Wer sich etwas mit der Philosophie des Yoga befasst hat, wird erstaunliche Wiederentdeckungen bei Platon erleben.
Die kleine Monografie von Uwe Neumann bringt dem Leser die Erkenntnisse und das Wirken Platons auf lebendige Art nahe und regt zu Ausflügen in die Originalschriften an.





Grundformen der Angst  
von Fritz Riemann, Ernst Reinhardt Verlag

Dem Psychologen F. Riemann ist ein außergewöhnliches Buch gelungen. Der Autor macht das Thema Bewusstsein und Unterbewusstsein weit reichend und darüber hinaus für den interessierten Laien zugänglich.  Für das Lesen sind weder medizinische noch psychologische Kenntnisse erforderlich.

Riemann erläutert, dass Angst ein Phänomen ist, das aus unserem Leben nicht wegzudenken ist. Aber wie geht der Mensch mit seinen Ängsten um, ist für Riemann eine wichtige Frage. Will er sich manche seiner Ängste bewusst machen und sich mit ihnen auseinandersetzen? Ein Sich-Nicht-Konfrontieren birgt die Gefahr in sich, dass die Angst von dem Betreffenden auf das Außen wie verlagert wird.  Es entsteht eine sog. Projektion, z.B. auf einen anderen Menschen. Die Projektion lastet dann dem anderen an, auch wenn sie unbewusst erfolgt.

Projektionen auf die Umwelt entstehen vor allem dann, wenn eine betrachtungswürdige Angst über einen langen Zeitraum vom Betreffenden ignoriert wird.  Daraus entstehen z.B. unangemessene Erwartungen, unangemessene Forderungen an die Umgebung. Dieses Phänomen kommt innerhalb von Familien vor, aber auch in allen anderen Beziehungsbereichen.
Ein erstes Beispiel stellt eine stark ausgeprägte Mutter-Kind-Bindung dar, welche sich auf das Leben des Kindes bzw. sogar auf Dritte mehr oder weniger schädigend auswirkt. Z.B. kann es sein, dass das Kind im Erwachsenenalter hauptsächlich deshalb partnerschaftliche Trennungen erleiden muss. Der Film Ödipussi von Viktor v. Bülow alias Loriot aus dem Jahr 1988 zeigt eine offensichtlich tragische Mutter-Sohn-Beziehung mit humorvollen, ironischen und absurden Szenen und treffenden Dialogen.
Ausgrenzung, Diskriminierung von Einzelpersonen oder Personengruppen, z.B. in Form von Mobbing am Arbeitsplatz, stellen ein zweites Beispiel dar.

Der Autor benennt vier grundsätzliche Ängste und zeigt Gesetzmäßigkeiten jeder Angstform an vielen Praxisbeispielen seiner therapeutischen Tätigkeit auf.  

Ein bewussterer Umgang mit Ängsten, und an manchen Stellen der Wunsch, eine spezifische Angst nach und nach zu überwinden, sind für Riemann zentral wichtig. Das erfordere den Willen und den Mut, in der Individualität immer weiter zu wachsen.

Bernd Klane und Ursula Klane
Friedrichshafen / Bodensee

E-Mail: info@yoga-in-friedrichshafen.de
Tel. 0 75 41 / 37 27 08
Die seelischen Grundlagen einer neuen Gesellschaft
Philosophie Die Kunst des Liebens
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